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Affektkrampf bei Kindern: Harmlos, aber beängstigend

Affektkrampf bei Kindern: Harmlos, aber beängstigend

Plötzlich schreit dein Kind, hält die Luft an, wird blau und verliert kurz das Bewusstsein. Ein Schockmoment für jede Familie. Affektkrämpfe sehen dramatisch aus, sind aber ungefährlich und haben keinen langfristigen Einfluss auf die Gesundheit des Kindes.

Was genau passiert bei einem Affektkrampf? Warum treten sie auf? Und wie kannst du richtig reagieren? Hier bekommst du alle wichtigen Antworten.

 

1. Was ist ein Affektkrampf?

Ein Affektkrampf ist eine unbewusste Reaktion des Körpers auf starken Schmerz oder eine emotionale Belastung. Das Kind schreit, hält die Luft an, wird blau und verliert kurz das Bewusstsein.

📌 Wichtige Fakten:

1–5 % aller Kinder sind betroffen

✔ Tritt meist zwischen 6 Monaten und 4 Jahren auf

✔ Höhepunkt im 2. Lebensjahr

✔ In 50 % der Fälle verschwinden sie bis zum 4. Lebensjahr, bis zum 8. Lebensjahr in 83 % der Fälle

Keine bleibenden Schäden!

Ein Affektkrampf sieht schlimm aus, ist aber kein epileptischer Anfall und nicht gefährlich.


2. Warum kommt es zu Affektkrämpfen?

Affektkrämpfe sind keine bewusste Entscheidung des Kindes.
Sie entstehen durch eine kurzzeitige Fehlsteuerung des Nervensystems.

So funktioniert es:

1️⃣ Das Kind erlebt eine starke Emotion (Schmerz, Wut, Frustration, Angst).

2️⃣ Es schreit oder hält unbewusst die Luft an.

3️⃣ es kommt kein Sauerstoff im Körper an, wodurch die Haut blau wird.

4️⃣ Das Kind verliert kurz das Bewusstsein.

5️⃣ Das Gehirn registriert den Sauerstoffmangel und „zwingt“ das Kind wieder zu atmen.

📌 Affektkrämpfe sind eine Schutzreaktion des Körpers – sobald der Sauerstoff knapp wird, setzt die Atmung automatisch wieder ein.


3. Symptome: Wie erkennst du einen Affektkrampf?

Ein Affektkrampf tritt typischerweise in starken emotionalen Momenten auf, zum Beispiel wenn das Kind sich verletzt oder frustriert ist.

Blauer Affektkrampf (häufigste Form):

✔ Das Kind schreit und hört plötzlich auf zu atmen.

✔ Lippen und Gesicht färben sich bläulich.

✔ Das Kind wird bewusstlos, manchmal kurz steif oder zuckend.

✔ Nach wenigen Sekunden atmet es wieder normal.


Blasser Affektkrampf (seltener):

✔ Durch eine Schreckreaktion oder Schmerzen ausgelöst.

✔ Das Kind wird blass und verliert direkt das Bewusstsein.

✔ Puls kann kurzzeitig absinken.

📌 Wichtig: Auch wenn Affektkrämpfe wie ein Krampfanfall aussehen können, sind sie keine Epilepsie und nicht gefährlich.


4. Behandlung: Was tun im Notfall?

Der wichtigste Punkt: Ruhe bewahren!

🚨 Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Affektkrampf:

Sicherstellen, dass sich das Kind nicht verletzt – auf eine weiche Unterlage legen.

Sanftes Stimulieren:

Leicht anpusten oder das Gesicht mit einem kühlen Tuch betupfen.

➡ Hände und Füße reiben oder leicht drücken.

Nicht schütteln!

Nichts in den Mund stecken!

💡 Tipp: Falls die Krämpfe öfter auftreten, kannst du sie mit dem Handy filmen und deinem Kinderarzt zeigen.


5. Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Ein Affektkrampf muss nicht zwangsläufig ärztlich behandelt werden, da er von allein aufhört.

👨🏼‍⚕️ Zum Kinderarzt gehen, wenn:

✔ Das Kind nach dem Anfall nicht normal reagiert oder sich nicht schnell erholt.

✔ Es in der Familie bereits Fälle von Epilepsie oder Herzproblemen gibt.

Ein Arzt kann andere Ursachen ausschließen – z. B. Epilepsie oder einen Herzfehler.


6. Fazit: Ruhe bewahren und richtig handeln

📌 Wichtig zu merken:

Affektkrämpfe sind harmlos, aber beängstigend.

Das Kind hat keine Kontrolle darüber – es geschieht unbewusst.

Nach wenigen Sekunden setzt die Atmung automatisch wieder ein.

Sanfte Stimulation kann helfen, aber Panik ist unnötig.

Obwohl Affektkrämpfe erschreckend sind, sind sie kein Grund zur Sorge. Dein Kind wird ganz normal daraus herauswachsen. 💙


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